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Führung

Tipp: Offenheit und Vertrauen

Zur Offenheit gehört, auf seine Mitarbeiter zuzugehen, über Dinge zu sprechen, die einem wichtig sind und offen zu sein für Kritik an einem selbst.

Klarheit ist ein wichtiger Teil von Offenheit. Häufig gehen Führungskräfte davon aus, dass ihre Mitarbeiter selbst wissen, was von ihnen erwartet wird oder wo ihre Leistungen nicht den Erwar-
tungen entsprechen. Sie machen Andeutungen und geben Hinweise, oft mit der Absicht, den Mit-
arbeiter zu schonen. Denn Klarheit ist meist unbequem für den, der sie aussprechen soll und für den, der sie anhören muss. Trotzdem ist es verantwortungsvoller und fairer, dem Mitarbeiter zu sagen, was man von ihm erwartet und was geschehen wird, wenn er die Erwartungen nicht erfüllt, anstatt ihn eines Tages (nach vagen Andeutungen) vor vollendete Tatsachen zu stellen.

Man nimmt Kritik und klare Worte leichter von einem Menschen an, dem man vertraut und mit dem man bereits positive Erfahrungen gemacht hat. Unter diesen Voraussetzungen kann der Mitarbeiter davon ausgehen, dass sein Vorgesetzter in wohlwollender Absicht handelt. Vertrauen wird aller-
dings nur dem geschenkt, der vertrauenswürdig und zuverlässig ist. Der Mitarbeiter muss sich darauf verlassen können, dass sein Vorgesetzter seine Machtposition nicht ausnutzt und vertrau-
ensvoll mit persönlichen Informationen und Gesprächsinhalten umgeht.

Vertrauen kann außerdem nicht eingefordert, sondern es muss verdient werden. Wenn ein Ge-
sprächspartner Offenheit und/oder Vertrauen nur eingeschränkt entgegenbringen kann oder will, sollte das respektiert werden.

Kommunikation

Tipp: Rhetorik und Dialektik

Der Begriff „Rhetorik„ geht auf die Griechen zurück. Sie bezeichneten mit „techne rhetorike" die Redekunst bzw. die Lehre von der Rede, ihrem Aufbau, den Ausdrucksmitteln und Stilformen. Das „Reden können„ wurde teils als Kunst, teils als Handwerk betrachtet. Heute betrachtet man Rheto-
rik weniger als Kunst, sondern als Fähigkeit zum sicheren und wirkungsvollen Reden.

Sokrates und Platon lehnten die Form der einstudierten Rede ab. Sie bevorzugten stattdessen den philosophischen Dialog. Aristoteles schätzte die Rhetorik dagegen sehr. Für ihn bedeutete Rheto-
rik die Fähigkeit zur klaren und logischen Darstellung eines Sachverhalts.

Die sophistische Dialektik wurde bereits in der Antike als unmoralisch empfunden. Ihr Ziel war es, der eigenen Sache durch Wortverdrehung, Spitzfindigkeiten, Haarspalterei zum Sieg zu verhelfen. Als Dialektik bezeichnet man heute die Kunst des Argumentierens oder die Fähigkeit, genau hinzu-
hören, faire Gesprächsführung mit Rede und Gegenrede.

In der Praxis empfiehlt es sich, so klar und anschaulich wie möglich zu sprechen, Pausen auszu-
halten, damit sich das Gesagte beim Gegenüber setzen kann und sich kurz zu fassen. Das hilft dem Gesprächspartner konzentriert zuzuhören.

In der Rolle des Zuhörers sollte man wirklich zuhören, bis der Sprecher alles gesagt hat und sich nicht bereits während des "Zuhörens" eine Antwort zurechtlegen. Während man gedanklich mit der eigenen Antwort beschäftigt ist, kann man dem Gesprächspartner unmöglich die ungeteilte Auf-
merksamkeit schenken.